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Drohne oder feste LiDAR-Installation? Praxisvergleich für Halden-Inventur

05. Juni 2024 · Sachtleben Technology

Wir bekommen die Frage einmal pro Woche: „Wir müssen unsere Halde vermessen — sollen wir eine Drohne mieten oder gleich eine feste Anlage installieren?" Die Antwort ist meist „beides, aber nicht gleichzeitig" — und der Schlüssel liegt darin, was Sie mit den Daten tun wollen.

Was ein Drone Survey kann

Ein erfahrener Pilot fliegt eine 5-Hektar-Halde in 60–90 Minuten ab, liefert eine Punktwolke mit Sub-Zentimeter-Knotenpunkten und ein Volumen auf 1–3 % genau bei eingemessenem Passpunkt-Netz (ohne Passpunkte 3–5 %) bei einer Auflösung, die ein fest installierter Sensor kaum erreicht — wir prüfen die Drohnen-Daten regelmäßig gegen unseren terrestrischen Riegl-Stack, der die Sub-Prozent-Referenz ist. Sie bekommen einmal pro Auftrag ein Foto. Wenn Sie das Foto in zwei Wochen wieder brauchen, fliegen wir wieder.

Was eine feste OWL EYE® STOCKPILE-Installation kann

Dieselbe Halde, alle paar Minuten, rund um die Uhr, ohne Personal vor Ort. Die Genauigkeit liegt bei ±1 % — besser als eine photogrammetrische Drohnen-Befliegung und nur vom vermessungstauglichen terrestrischen Laserscan (unter 1 %) übertroffen. Dafür ist die Latenz Minuten statt Tage, und die Volumenkurve fließt direkt ins ERP.

Wann die Drohne gewinnt

  • Einmaliger Bedarf. Jahresinventur für den Wirtschaftsprüfer, Due Diligence vor einem Verkauf, Übergabe-Vermessung an einen neuen Betreiber. Eine Drohnenkampagne in der Region Norddeutschland kostet einen überschaubaren mittleren vierstelligen Betrag pro Standort. Eine feste Installation amortisiert sich nicht für eine einzelne Messung im Jahr.
  • Komplexe Geometrie ohne Sensor-Standort. Lange Halden, mehrere voneinander abgeschattete Bereiche, kein praktikabler Mast- oder Dach- Standort für eine Optik. Eine Drohne fliegt über die Geometrie hinweg.
  • Vermessungstaugliche Genauigkeit gefordert. Wenn der Wirtschaftsprüfer >99 % verlangt und das schriftlich, ist die terrestrische Survey-Variante des Riegl VZ-1000 die Lösung. Wir bieten diesen Service als Bulk Inventory separat an.

Wann die feste Installation gewinnt

  • Halden, die sich täglich ändern. Aktive Produktionshalden, in die mehrmals pro Schicht ein- und ausgelagert wird. Eine Drohne wäre alle drei Tage veraltet.
  • Disposition braucht die Zahl im ERP. Eine Drohnen-Kampagne liefert eine PDF, die jemand in SAP eintippen muss. Eine feste Installation streamt OPC UA direkt in den ERP-Kreislauf.
  • Geregelter Materialfluss. Sobald die Volumenmessung in einen Regelkreis einfließen soll — Aufgabe drosseln, Schicht vorziehen — ist eine wöchentliche Drohnen-Messung zu langsam.

Wann beide gewinnen

Das ist der häufigste Fall in der Praxis. Eine feste Installation übernimmt die Tages-Operative, einmal pro Jahr fliegt eine Drohne als Referenz-Inventur — und kalibriert dabei das fest installierte System gegen eine vermessungstaugliche Wahrheit. Wir machen diese Kombination bei mehreren Kunden seit Jahren, und sie ist der einfachste Weg, das Beste aus beiden Welten zu bekommen.

Eine Faustregel zum Mitnehmen

Wenn Sie weniger als zweimal pro Jahr eine Volumen-Zahl brauchen, mieten Sie die Drohne. Wenn Sie wöchentlich oder öfter eine brauchen, installieren Sie das System. Wenn Ihre Disposition täglich daraus arbeitet, ist die Drohne nur noch die jährliche Referenz-Kontrolle.

Beide Varianten finden Sie unter /stockpile/ und /drone-survey/ — oder schreiben Sie an info@sachtleben-technology.com mit Ihrer Halden-Größe und der gewünschten Mess-Frequenz, und wir empfehlen die passende Variante.


Möchten Sie über dieses Thema sprechen oder Ihre Erfahrung teilen? Schreiben Sie an info@sachtleben-technology.com — wir antworten immer.

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